Auch Hundetrainer (hunde) sind nicht perfekt … und das ist gut so 🙂

von | Feb 7, 2020 | 0 Kommentare

Die eigene Selbstständigkeit aufzubauen und den langersehnten Traum zu verwirklichen ist eine tolle Erfahrung und eine aufregende Zeit mit vielen Ereignissen. Neben dem Konzept des eigenen Trainings muss ein Name gefunden, ein Logo designed und eine ansprechende Website gestaltet werden. Gott sei Dank gibt es für Letzteres Profis 😊 Nicht zuletzt braucht man schöne Bilder für seine Homepage und die Social Media Kanäle.

Gut, dass mir Timo von Schlappohr-Photography empfohlen wurde, mit dem ich auch recht kurzfristig einen Shootingtermin vereinbaren konnte.  Ich hatte mir im Vorfeld schon reichlich Gedanken gemacht und war entsprechend meiner Natur gut vorbereitet. Location gecheckt, Belohnungen für Emma eingesteckt, Wetterprognosen studiert usw. Timo ist eher von der Sorte: Ich lass es auf mich zukommen… was sich am Ende als hilfreich erwiesen hat 🙂

Ich wollte tolle Bilder von Emma und mir auf der Zeche Zollverein in Essen. Irgendwie anders sollten sie sein. Ausdruckstark durch Kontraste und Schärfen, lebendige Farben, außergewöhnliche Hintergründe. Natürlich habe ich mir auch einiges zum Ablauf überlegt: Super souverän setz ich Emma vor einen Eisenpenöpel oder auf eine alte Eisenbahn. Sie wird dann ganz geduldig in die Kamera schauen und wir können die Einstellung in verschiedenen Positionen durchgehen – Sitz, Platz, Steh, Guck süß. Für das ein oder andere Bild setze ich mich daneben und schau auch cool in die Linse.

Soweit die Theorie.

Wir trafen uns an einem Sonntag am Parkplatz C der Zeche Zollverein. Seit Wochen der erste Tag mit richtig tollem Sonnenschein. Glück gehabt! Oder auch nicht. Kurz nach dem wir ausgestiegen sind und unsere erste Lagebesprechung gemacht haben, kamen an die 30 Autos, aus denen Menschen und Hunde ausstiegen. Die wollten natürlich auch alle das tolle Wetter genießen.

Jetzt muss man wissen, für Emma sind Menschen das, was für Bracken die Hasen auf dem Feld sind. Ablenkung par exellance. Darüber hinaus mussten wir Emma, aufgrund ihrer Kreuzbandoperation, in den letzten Monaten eher von Mensch und Hund fernhalten. So, dass ihr Bedürfnis nach Kontakt zu fremden Menschen noch größer als sonst ist. Emma ist nämlich ein Hund der Sorte: „Hey Mann, ewig nicht gesehen! Lass mich Dich begrüßen alter Kumpel. Wir kennen uns zwar nicht, aber ich habe ein extrem dringendes Bedürfnis Dir jetzt ausgiebig -Hallo- zu sagen.“ Allein die Menschenmassen hätten als Shootingsprenger schon gereicht, aber dann war da ja noch Timo mit der Kamera vorm Gesicht, ganz schön gruselig. Und irgendwie auch mega interessant.  Erstmal anbellen, vorsichtshalber! Dazu kamen dann noch die unterschiedlichsten und ungewohnten Untergründe, wie das auf einer Zeche eben so ist. Und das Chaos war perfekt. Emma war extrem aufgeregt und ich natürlich auch. Es sollten ja schließlich ein paar coole Bilder dabei rauskommen. Zwischen Bellen, Timo`s Kameraequipment untersuchen und Menschen begrüßen, war von meiner Shootingromantik nicht mehr viel übrig.

Also schraubte ich meine Ansprüche runter – einfach ein Bild auf dem Emma nicht bellt und ruhig steht … oder sitzt …. oder so. Die ersten 20 Minuten waren wirklich recht chaotisch. Positionieren klappte nicht so wie wir wollten, Emma schwankte zwischen Kamera anbellen und übermotiviertem Posing. Futter konnte sie zum Glück zu jederzeit nehmen und auch Spiel wurde gern und immer angenommen. Ich dachte irgendwann schon: naja ein einziges Bild würde ja auch reichen.

Dann irgendwann besann ich mich mal auf das ein oder andere Gelernte 😀 und mir viel mir ein, dass eine Pause ja schon immer gute Dienste getan hat. Nach dem ersten Angewöhnen an das Equipment und die Umgebung machten wir also erstmal eine ruhige Pause. Ich legte Emma dazu auf die Decke gab ihr das Pausensignal und ein paar Kekse zum kauen. Und siehe da … ach was doch so eine Pause alles bewirken kann. Emma entspannte sich deutlich und die ruhige Gewöhnung an die Umgebung tat sicherlich auch ihr übriges. Und vielleicht war auch ich etwas entspannter?

Von da an lief es deutlich besser. Emma fand sich in ihrer Fotomodellrolle gut zurecht, es machte ihr sogar richtig Spaß. Klar es gab ja auch reichlich Belohnungen und für Erkundungen der unterschiedlichen Shootingorte blieb natürlich auch noch Zeit.

Denn: Timo ist die Ruhe selbst. Total entspannt hat er Emma immer wieder gezeigt: „Ich bin es nur, der Timo. Wenn Du willst kannst Du jederzeit hinter die Kamera schauen.“ Wir hatten also genug Zeit immer wieder Pausen einzulegen und ihm lag Emma`s Wohlbefinden wirklich am Herzen, das hat man gemerkt. Nachdem Timo mir die ersten Shots gezeigt hat und diese echt toll waren, trat bei mir nochmal deutlich Entspannung ein. Das wird gut heute! Und so war es auch. Mehr als das! Am Ende kam nicht nur ein Foto raus, sondern mein gebuchtes Paket mit 12 Bildern reichte lange nicht hin. Ich musste upgraden.

Das Ergebnis seht ihr ja selbst auf meiner Website und ich bin super happy damit 😊 Von dem anfänglichen Chaos ist auf den Bildern nichts mehr zu spüren.

Die Moral von der Geschicht: Auch bei Hundetrainern läuft mal etwas schief. Auch wir haben mit Ablenkungen und Herausforderungen zu kämpfen.

Wichtig ist: Lass den Frust nicht an deinem Hund aus. Denn für Deinen Hund ist die Situation im Zweifel noch stressender als für Dich. Emma hätte sich sicherlich an dem Tag kein Shooting ausgesucht, sondern einen langen Spaziergang durch den Wald, wo man schön nach Mäusen buddeln und die Seele baumeln lassen kann. Dennoch hat sie es einfach toll gemacht. Die anfängliche Aufregung ist total normal. Die Situation ist neu, die Umgebung ist neu, Frauchen ist anders als sonst und man merkt, dass der ein oder andere Fototrick vielleicht doch nicht so gut generalisiert ist, wie gedacht 😀  Manchmal hilft es enorm sich einfach auf Routinen und Basics zu besinnen. Und das kann heißen einfach eine Pause zu machen, sich selbst runterfahren und tief durchzuatmen.

Und was auf jeden Fall hilft: ein guter und entspannter Fotograf 😊

Wenn Du auch so tolle Fotos willst und Dir die Atmosphäre beim Shooting für Dich und Deinen Hund wichtig ist, wende Dich an Timo von Schlappohr-Photography.

www.schlappohr-photography.de

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.